Die Lage
Eine Gemeinde, die zusammen mit ihren Häusern älter geworden ist
Die Einwohnerreihe des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg erzählt die Geschichte in wenigen Zahlen. Bei der Bildung der Gemeinde 1993 zählte Petershagen/Eggersdorf 8.285 Einwohner. Bis 2000 waren es 11.614, bis 2020 dann 15.460. Der Höchststand liegt 2021 bei 15.611, und zum 31.12.2025 sind es 15.360.
Auf gleicher Erhebungsbasis, also von 2022 bis 2025, geht die Zahl um 1,1 Prozent zurück. Das ist kein Einbruch, aber es ist eine andere Lage als in den neunziger Jahren. Wer damals gebaut oder gekauft hat, wohnt heute in Räumen, die für eine Familie gedacht waren.
Genau daraus entsteht dieser Auftrag. Es geht nicht darum, fortzugehen, sondern darum, weniger Fläche, weniger Treppe und weniger Garten zu haben. Häufig bleibt die neue Anschrift im selben Ortsteil oder ein paar Minuten entfernt, und die alte Nachbarschaft bleibt in Reichweite.
Der Ablauf
Ebenerdig wohnen ist hier eine echte Möglichkeit
Aus der Auswertung des offenen Kartenmaterials vom 26.08.2026: Im Gemeindegebiet sind 105 Bungalows erfasst, davon 69 im Ortsteil Eggersdorf und 36 im Ortsteil Petershagen. Dazu kommen 738 freistehende Häuser, von denen 520 im Ortsteil Eggersdorf stehen.
Für die Planung ist das eine gute Nachricht, weil ein ebenerdiges Ziel den ganzen Umzugstag verändert: keine Treppe, kürzere Wege, weniger Zerlegen. Gleichzeitig ist an keinem Gebäude der Gemeinde ein Aufzug erfasst, weshalb ein Ziel im Obergeschoss immer Tragen bedeutet.
Wir sehen uns die neue Anschrift deshalb vorher an, auch wenn sie klein ist. Türbreiten, Schwellen, die Wendung im Flur und die Frage, ob der Lieblingssessel überhaupt hineinkommt, klären sich in zwanzig Minuten und nicht am Umzugstag.
Die Ausrüstung
Einrichtungen am Ort, die den Termin bestimmen
Wenn der Umzug in eine Einrichtung führt, richtet sich der Tag nach deren Vorgaben und nicht nach unserem Kalender. Im Gemeindegebiet sind unter anderem das AWO-Seniorenzentrum "Clara Zetkin" sowie zwei weitere Einrichtungen für ältere Menschen erfasst, dazu ein Wohnhaus der Lebenshilfe Märkisch-Oderland, ein Pflegedienst und zwei Krankenfahrdienste; Stand der Auswertung ist der 26.08.2026.
Solche Häuser geben Einzugszeiten, Zufahrten und oft auch die Möbelliste vor. Die Verwaltung solcher Häuser fragen wir vorab, damit feststeht, was mitgebracht werden darf und ab wann das Zimmer offensteht. Häufig darf deutlich weniger einziehen, als die Familie annimmt.
Zur Größe dieser Einrichtungen sagen wir nichts, weil dazu keine belastbare Angabe vorliegt. Was wir tun können, ist den Ablauf so zu legen, dass die Ankunft nicht in die Mittagsruhe oder in die Essenszeiten fällt.
Der Betrag
Der Ablauf, auf mehrere Termine verteilt
Ein Seniorenumzug scheitert selten am Tragen und oft am Entscheiden. Deshalb ist der Ablauf gestreckt, mit Pausen zwischen den Schritten.
- Erstes Gespräch in der Wohnung, ohne Zeitdruck und ohne dass etwas angefasst wird
- Grundriss der neuen Räume aufnehmen, Möbel darauf einzeichnen, Größen abgleichen
- Erste Sortierrunde: was mitkommt, was in die Familie geht, was bleibt
- Zweite Sortierrunde nach ein paar Tagen, für alles, was beim ersten Mal offenblieb
- Packen nach Räumen, mit Beschriftung, die auch von Dritten gelesen werden kann
- Umzugstag: erst Bett, Sitzplatz und Licht, danach der Rest
- Nachtermin: Restmengen aus der alten Anschrift räumen, Leihmaterial abholen
Die Übergabe
Was ein Seniorenumzug kostet
Der Umzug selbst läuft über die Festbeträge nach Wohnungsgröße. Eine Einzimmerwohnung mit rund 15 m³ kostet ab 289 €, zwei Zimmer mit rund 25 m³ kosten ab 389 €, drei Zimmer mit rund 40 m³ kosten ab 769 €. Zieht ein ganzes Haus aus, ist der passende Ansatz die nächsthöhere Stufe, weil Keller, Dachboden und Garage mitzählen.
Das Einpacken ist bei diesem Auftrag oft der größere Posten und wird getrennt ausgewiesen; der Packservice kostet ab 25 € je Stunde. Kartons zum Leihen kosten 0,90 € je Stück und Woche, Kleiderboxen 3,50 € je Stück und Woche, Packpapier für Geschirr und Glas kostet 14 €. Soll die Küche mitgenommen und wieder eingepasst werden, kostet das ab 249 €, ohne Anschluss von Strom und Wasser.
Was zurückbleibt, räumen wir im selben Auftrag; die Entrümpelung wird nach Rauminhalt gerechnet und kostet ab 39 €. Wer noch nicht entscheiden möchte, stellt einen Teil vorübergehend unter; die kleine Einheit kostet ab 9 € am Tag am Tag.
Was Angehörige uns am häufigsten fragen
- Wir wohnen weit weg. Geht das trotzdem?
- Ja, das ist bei diesem Auftrag eher die Regel als die Ausnahme. Wir stimmen uns telefonisch und schriftlich ab, schicken Fotos vom Fortschritt und legen die Termine so, dass Sie höchstens für zwei davon anreisen müssen. Für alles Weitere reicht eine Vollmacht.
- Meine Mutter will sich von nichts trennen. Was dann?
- Dann wird nichts erzwungen. Wir arbeiten mit dem Grundriss statt mit Argumenten: Was in die neuen Räume passt, kommt mit, für den Rest gibt es die Möglichkeit, ihn vorübergehend unterzustellen und später zu entscheiden. Das nimmt den Druck aus dem Gespräch.
- Kann der Umzug an einem Vormittag stattfinden?
- In den meisten Fällen ja, wenn vorher gepackt wurde und die Menge überschaubar ist. Wir beginnen dann früh und richten bis zum Mittag das Nötigste ein. Der Rest lässt sich auf einen zweiten Termin legen, wenn die Kraft für einen ganzen Tag nicht reicht.
- Nehmen Sie auch Möbel mit, die niemand mehr will?
- Ja, das gehört zum selben Auftrag und wird nach Rauminhalt gerechnet. Wichtig ist nur, dass beim Aufmaß feststeht, was geht und was bleibt. Ein Schrank, der erst am Umzugstag zum Sperrgut wird, verlängert den Tag für alle.
- Richten Sie die neue Wohnung auch ein?
- Wir stellen die Möbel an ihren Platz, bauen sie auf und richten sie aus, hängen Lampen an vorhandene Anschlüsse und räumen Kartons raumweise aus, wenn das gewünscht ist. Was in welchen Schrank kommt, entscheiden Sie; wir stellen es dorthin, wo Sie es haben wollen.