Die Lage
Auf 340 Kilometern ersetzt die Liste das Erinnern
Ein Haushalt besteht aus mehreren hundert Einzelstücken. Auf einer kurzen Strecke fällt das nicht ins Gewicht, weil man notfalls noch einmal fährt. Auf 340 Kilometern gibt es dieses Noch-einmal nicht, und deshalb verschiebt sich der Aufwand nach vorn: Was hier eine halbe Stunde Aufschreiben kostet, spart am Ziel einen halben Tag Suchen.
Wir arbeiten deshalb mit einer fortlaufenden Nummerierung. Jeder Karton bekommt eine Nummer, jedes Möbelstück ebenfalls, und dieselbe Nummer steht auf der Liste. Daneben stehen zwei Angaben: in welchen Raum das Stück am Ziel gehört, und in welchem Zustand es eingeladen wurde.
Der Zielraum ist dabei wichtiger, als er klingt. Er wird nach dem Grundriss der neuen Wohnung vergeben, nicht nach dem der alten. Wer die alten Raumnamen weiterverwendet, sortiert am Ziel ein zweites Mal um, und genau dieses zweite Umsortieren ist auf einer Fernstrecke der teuerste Fehler.
Der Ablauf
Die Zustandsaufnahme ist keine Formsache
Vor dem Verladen gehen wir jedes größere Stück einmal ab und halten fest, was schon vorher zu sehen ist: eine Schramme an der Schrankkante, ein loses Beschlagteil, ein fehlender Möbelfuß, eine gesprungene Glasablage. Das dauert je nach Haushalt zwanzig bis vierzig Minuten.
Der Nutzen liegt auf beiden Seiten. Sie wissen am Ziel genau, was neu ist und was nicht, und wir müssen nicht über Erinnerungen diskutieren. Bei Stücken, die schon vor der Fahrt beschädigt waren, sprechen wir vorher ab, ob sich der Transport überhaupt lohnt.
Aufgenommen wird auch, was zerlegt wurde und wie. Beschläge und Schrauben kommen in einen beschrifteten Beutel, und der Beutel bleibt am Möbelstück, nicht in einer Sammelkiste. Wer schon einmal am Zielort vor einem zerlegten Bett und einer Tüte mit siebzig gemischten Schrauben gestanden hat, weiß, warum.
Die Ausrüstung
Was die Liste am Zielort leistet
Beim Abladen wird die Liste ein zweites Mal durchgegangen. Jedes Stück wird beim Ausladen abgehakt, und am Ende steht schwarz auf weiß, ob alles angekommen ist. Das dauert wenige Minuten und beendet den Auftrag ohne offene Fragen.
Auch für Sie ist die Liste danach nützlich. Wer eine Wohnung erst nach und nach einräumt, findet über die Nummern wieder, in welchem Karton die Kabel, die Bettwäsche oder die Unterlagen stecken. Der Zettel ist damit länger im Einsatz als der Umzugstag selbst.
Und sie beantwortet die häufigste Frage nach einem Fernumzug, nämlich die nach dem einen Karton, den niemand mehr findet. In den allermeisten Fällen steht er auf der Liste, im richtigen Raum, nur zwei Stapel weiter hinten.
Der Betrag
Was die Strecke nach Erfurt kostet
Gerechnet wird nach der Tafel für weite Strecken. Zwei Zimmer kosten ab 1.690 €, drei Zimmer kosten ab 1.950 €, vier Zimmer kosten ab 2.190 €, fünf Zimmer kosten ab 2.450 €. Enthalten sind Hinweg, Verladen, Sicherung, Abladen und der Rückweg der Besetzung.
Das Aufnehmen und Abzeichnen der Liste rechnen wir nicht gesondert ab, es gehört auf dieser Entfernung zur Leistung. Gesondert stehen dagegen das Einpacken durch uns, das ab 25 € je Stunde kostet, das Zerlegen und Wiederaufbauen, das ab 28 € je Stunde kostet, und der Aus- und Einbau einer Küchenzeile, der ab 249 € kostet.
Material kommt vorab ins Haus: Eine geliehene Umzugskiste kostet 0,90 € je Stück und Woche, eine gekaufte kostet 1,80 € je Stück, eine Garderobenkiste kostet 3,50 € je Stück und Woche, Möbeldecken kosten 2,50 € je Stück und Woche.
Innerhalb von Märkisch-Oderland entfällt der Anfahrtsposten. Führt der Weg über den Kreis hinaus, weisen wir ihn vorher im Angebot aus.
Die Übergabe
Der Ablauf, wenn zwischen Laden und Abladen ein halber Tag liegt
Die Fahrt ist der ruhigste Teil des Auftrags. Alles, was ihn schwierig macht, passiert davor und danach, und deshalb sieht die Reihenfolge so aus.
- Anfrage mit beiden Anschriften, Postleitzahl, Geschoss und Wunschtermin
- Aufmaß vor Ort, Rauminhalt bestimmen und den Grundriss des Ziels durchsprechen
- Zielräume benennen und die Beschriftung festlegen, bevor der erste Karton gepackt wird
- Angebot schriftlich, mit Besetzung, Betrag und beziffertem Anfahrtsposten
- Am Ladetag: Zustand aufnehmen, nummerieren, zerlegen, verladen und sichern
- Fahrt, danach raumweise abladen und die Liste gemeinsam abzeichnen
- Möbel wieder aufbauen, Verpackungsreste einsammeln, Rückgabe der Leihkartons verabreden
Fragen zur Ladeliste und zum Zustand der Möbel
- Muss ich meine Kartons selbst nummerieren?
- Nur wenn Sie selbst packen, und auch dann geben wir Ihnen die Etiketten und die Nummernfolge vorher mit. Wichtig ist allein, dass die Nummer auf dem Karton und die auf der Liste dieselbe ist. Wir gehen das bei der Kartonlieferung einmal gemeinsam durch, damit unterwegs keine zwei Systeme nebeneinanderlaufen.
- Wie benenne ich die Zielräume, wenn ich die Wohnung noch nicht kenne?
- Über den Grundriss. Der reicht völlig aus, um Räume durchzunummerieren und den Nummern Namen zu geben. Wenn Sie gar keinen Grundriss haben, arbeiten wir mit Himmelsrichtungen und Geschossen. Was wir vermeiden, ist die Übernahme der alten Raumnamen, weil sie am Ziel nicht mehr passen.
- Was ist, wenn am Ziel doch etwas beschädigt ist?
- Dann steht in der Zustandsaufnahme, wie das Stück vorher aussah, und der Fall ist ohne Diskussion zu klären. Genau dafür wird sie gemacht. Melden Sie es beim gemeinsamen Abzeichnen und nicht Tage später, dann lässt sich der Vorgang direkt aufnehmen.
- Kann ein Teil des Hausrats erst später nachkommen?
- Ja. Was warten soll, geht in ein verschlossenes Abteil; zehn Kubikmeter kosten ab 15 € am Tag, zwanzig Kubikmeter kosten ab 25 € am Tag. Die spätere Zustellung ist eine eigene Fahrt und kostet ab 89 € je Fahrt. Sinnvoll ist das vor allem, wenn am Ziel noch gearbeitet wird und die Räume nicht frei sind.
- Wie lange dauert das Aufnehmen der Liste?
- Bei einem Zweipersonenhaushalt gut eine halbe Stunde, bei einem Haus mit Nebengebäuden deutlich länger. Die Zeit läuft parallel zum Packen und verlängert den Umzugstag deshalb kaum. Was sie spart, merkt man erst am Ziel, und dann sehr deutlich.