Die Lage
Warum es ein Fenster ist und keine Uhrzeit
Rund 613 Kilometer sind bei ruhiger Straße knapp sechs Stunden. Sie sind bei einer Baustelle sieben und bei zwei Vollsperrungen acht. Wer auf einer solchen Strecke eine Ankunft auf die Viertelstunde zusagt, sagt etwas zu, das er nicht in der Hand hat, und der Preis dafür wird am Zielort bezahlt.
Wir arbeiten deshalb mit einem Fenster, meist einem halben Tag. Sie erfahren es vor der Zusage, damit Sie am Ziel entsprechend planen können, und Sie bekommen am Ladetag eine belastbare Eingrenzung, sobald die Ladung steht und die Abfahrt feststeht.
Der zweite Grund ist die Lenk- und Ruhezeit. Sie ist gesetzlich geregelt und wird eingehalten, nicht optimiert. Eine Planung, die ohne Pausen aufgeht, geht in Wirklichkeit nicht auf, und wir schreiben sie deshalb gar nicht erst ins Angebot.
Der Ablauf
Ladetag und Liefertag gehören getrennt gedacht
Auf dieser Entfernung sind Verladen und Abladen zwei Termine, auch wenn sie derselbe Auftrag sind. Der Ladetag ist hier, der Liefertag ist dort, und dazwischen liegt die Fahrt. Beide Termine werden schriftlich bestätigt, und beide brauchen eine Person, die vor Ort entscheiden darf.
Für Sie ist das eher eine Erleichterung als eine Komplikation. Sie müssen nicht am selben Tag an zwei Orten sein, und die Wohnung am Ziel kann in Ruhe vorbereitet werden. Wer noch streicht oder Böden legen lässt, gewinnt damit genau die Tage, die sonst fehlen.
Wichtig ist nur, dass beide Termine früh feststehen. Zwischen Ladetag und Liefertag lässt sich vieles verschieben, aber nicht kurzfristig: Ein Wagen, der 613 Kilometer entfernt steht, kommt nicht am selben Nachmittag zurück.
Die Ausrüstung
Wenn am Ziel noch nichts frei ist
Das ist der häufigste Grund, warum eine Fernstrecke ins Rutschen gerät: Der Schlüssel wird später übergeben als geplant, der Vormieter zieht nicht rechtzeitig aus, oder im Bad wird noch gearbeitet. Dafür gibt es eine Lösung, die vorher verabredet gehört: Der Hausstand geht in ein verschlossenes Abteil. Fünf Kubikmeter kosten ab 9 € am Tag, zehn Kubikmeter kosten ab 15 € am Tag, zwanzig Kubikmeter kosten ab 25 € am Tag.
Die spätere Zustellung ist dann eine eigene Fahrt und kostet ab 89 € je Fahrt. Das klingt nach einem Umweg und ist in den meisten Fällen der günstigere Weg, weil ein wartender Wagen samt Besetzung teurer ist als ein Abteil und eine geplante zweite Fahrt.
Wir sprechen diesen Fall bei jedem Fernauftrag einmal durch, auch wenn er nicht eintritt. Eine Verabredung, die im Angebot steht, kostet nichts; eine Entscheidung unter Zeitdruck an einer fremden Haustür kostet immer.
Der Betrag
Was die Strecke nach Köln kostet
Gerechnet wird nach der Tafel für weite Strecken, die bis rund 750 Kilometer gilt. Eine Einzimmerwohnung kostet ab 1.450 €, zwei Zimmer kosten ab 1.690 €, drei Zimmer kosten ab 1.950 €, vier Zimmer kosten ab 2.190 €, fünf Zimmer kosten ab 2.450 €.
Getrennt ausgewiesen wird, was nicht jeder braucht: Das Einpacken durch uns kostet ab 25 € je Stunde, das Zerlegen und Wiederaufbauen kostet ab 28 € je Stunde, der Aus- und Einbau einer Küchenzeile kostet ab 249 €. Was hier bleiben soll, räumen wir nach Rauminhalt, der Satz dafür lautet ab 39 €.
Für zusätzliche Kräfte am Ziel, etwa bei einem langen Trageweg, rechnen wir nach Stunde; reine Arbeitskraft ohne Wagen kostet ab 25 € je Stunde. Material liefern wir vorab an: Eine geliehene Umzugskiste kostet 0,90 € je Stück und Woche, Möbeldecken kosten 2,50 € je Stück und Woche, Luftpolster kostet 19 €.
Innerhalb von Märkisch-Oderland entfällt der Anfahrtsposten. Führt der Weg über den Kreis hinaus, weisen wir ihn vorher im Angebot aus.
Die Übergabe
Der Ablauf über zwei Termine
Ein Fernauftrag hat mehr Abstimmung als ein Umzug im Ort, dafür weniger Hektik am Tag selbst. So läuft er.
- Anfrage mit beiden Anschriften, Postleitzahl und dem gewünschten Ladetag
- Aufmaß vor Ort, Rauminhalt bestimmen und die Lage am Ziel besprechen
- Angebot schriftlich, mit Ladetag, Lieferfenster, Betrag und beziffertem Anfahrtsposten
- Zwischenlösung verabreden für den Fall, dass die Übergabe am Ziel sich verschiebt
- Ladetag: zerlegen, packen, verladen, sichern und die Ladung abzeichnen
- Liefertag im vereinbarten Fenster: raumweise abladen und Möbel wieder aufbauen
- Leihmaterial nach Absprache zurückgeben, danach ist der Auftrag abgeschlossen
Fragen zur langen Strecke ins Rheinland
- Wie eng ist das Lieferfenster?
- Meist ein halber Tag, und Sie erfahren es vor der Zusage. Am Ladetag grenzen wir es ein, sobald die Ladung steht und die Abfahrt feststeht. Eine Uhrzeit auf die Viertelstunde sagen wir bewusst nicht zu, weil sie über 613 Kilometer nicht zu halten ist und Sie sich sonst auf etwas Falsches verlassen.
- Können Ladetag und Liefertag derselbe Tag sein?
- In Einzelfällen ja, bei kleinen Ladungen und einem frühen Beginn. Der Regelfall sind zwei Termine, weil das Abladen einen eigenen Arbeitstag braucht und die vorgeschriebene Ruhezeit dazwischenliegt. Was in Ihrem Fall geht, sagen wir nach dem Aufmaß, nicht vorher am Telefon.
- Was kostet es, wenn sich die Schlüsselübergabe verschiebt?
- Wenn wir es vorher wissen, wenig: Der Hausstand geht in ein Abteil, zehn Kubikmeter kosten ab 15 € am Tag, und die spätere Zustellung kostet ab 89 € je Fahrt. Wenn wir es erst am Liefertag erfahren, wird es teurer, weil Wagen und Besetzung dann bereits vor Ort sind. Deshalb fragen wir zwei Tage vorher nach.
- Fährt dieselbe Besetzung hin, die hier geladen hat?
- Ja. Wer ein Möbelstück zerlegt hat, baut es am Ziel auch wieder auf, und das ist auf einer Strecke dieser Länge der praktischste Unterschied überhaupt. Rückfragen zum Zielraum laufen ohne Zwischenstelle, und die Ladeliste wird von denselben Leuten abgezeichnet, die sie geschrieben haben.
- Lohnt sich das Aussortieren vor so einer Fahrt?
- Ja, und zwar deutlich. Der Betrag richtet sich nach dem Rauminhalt, deshalb zahlt jeder nicht mitgenommene Kubikmeter sich unmittelbar aus. Was hier bleiben soll, räumen wir im selben Auftrag, der Satz nach Rauminhalt lautet ab 39 €, nach Aufwand gerechnet lautet er ab 15 € je Stunde.